Observatorium Schauinsland

Schauinsland Observatory in Winter
Observatorium Schauinsland

Die Sonnenforschung in Freiburg begann 1943, als Karl Otto Kiepenheuer [1910 - 1975] auf dem 1284 m hohen Schauinsland ein Observatorium gründete. Es sollte zusammen mit den anderen damals unter dem Namen 'Fraunhofer- Institut' vereinigten Observatorien Zugspitze, Wendelstein, Kanzelhöhe und Syrakus [Sizilien] eine möglichst lückenlose Beobachtung der Sonnenaktivität gestatten. Diese Beobachtungsstation entwickelte sich in den fünfziger Jahren zur Keimzelle des heutigen Kiepenheuer-Institutes. Nach der Inbetriebnahme des Observatoriums auf Capri in den sechziger Jahren wurde der Beobachtungsbetrieb auf dem Schauinsland reduziert.

Das 45cm-Turmteleskop ist mit einem Gitterspektrographen von 8 m Brennweite ausgestattet. Es wurde 1972/73 komplett erneuert. In den letzten Jahren wurde das Hauptgebäude grundlegend saniert und an Stelle der früheren Werkstatträume ein Vortragssaal mit Beamer eingerichtet. Der Spektrograph wurde mit einer modernen CCD-Kamera ausgestattet. Heute wird das Schauinsland-Observatorium für die Ausbildung von Studenten, zu Tests von Geräten und zu Führungen für die Öffentlichkeit benutzt.

Im Refraktorgebäude wurde der alte Zeiss-Refraktor durch ein modernes Spiegelteleskop (Maksutov-Cassegrain Optik) mit einer Öffnung von 35 cm und einem Gesichtsfeld von 0.5 Grad. Es ist mit einer rechnergesteuerten Nachführung ausgestattet, mit der zahlreiche Himmelsobjekte austomatisch angefahren werden können. Ein CCD-Kamera für Langzeitbelichtungen wird beispielsweise für fotometrische Beobachtungen von Sternhaufen verwendet, im Rahmen des Astronomischen Praktikums für Studierende der Uni Freiburg.

Mehrmals pro Jahr kann das Observatorium besichtigt werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Bereich Öffentlichkeit.

Ein kleines Quiz vermittelt Interessantes und Wissenswertes um das Schauinsland-Observatorium und die Sonnenphysik im Allgemeinen.