Neuigkeiten

Ab sofort heißt das Institut Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS). Diese Namensänderung erfolgte, um die Mitgliedschaft des Instituts in der Leibniz-Gemeinschaft sichtbarer zu machen.

 

 

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Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben die Herausforderungen erkannt, die exzellente Wissenschaft in der datenintensiven Forschung mit sich bringt, und die Initiative European Open Science Cloud (EOSC) ins Leben gerufen.

Die EOSC ist eine Cloud-Umgebung für Forschungsdaten in Europa, die den universellen Zugriff auf Daten über eine einzige Online-Plattform ermöglichen soll. Die EOSC wird vorhandene Ressourcen in nationalen Datenzentren, E-Infrastrukturen und Forschungsinfrastrukturen zusammenführen, um Forschern und Bürgern den Zugriff auf Daten anderer Wissenschaftler zu ermöglichen und um sie dabei zu unterstützen, diese Daten weiter- und wiederzuverwenden. Der Erfolg von EOSC basiert auf einem kontinuierlichen Kontakt zwischen wissenschaftlichen Interessenvertretern, die die Umsetzung der Initiative aktiv unterstützen, und auf deren jeweiligen Kompetenzen.

 Das ESCAPE (European Science Cluster of Astronomy & Particle physics ESFRI research infrastructures) Projekt zielt darauf ab, die gemeinsamen Herausforderungen von frei zugänglicher Wissenschaft in den Forschungsgebieten Astronomie und Teilchenphysik zu lösen. Beteiligt sind die ESFRI-Einrichtungen (CTA, ELT, EST, FAIR, HL-LHC, KM3NeT, SKA) und die europäischen Forschungsinfrastrukturen (CERN, ESO, JIV-ERIC, EGO-Virgo).

Die Komplexität der Apparate und Experimente in der Wissenschaft wächst schnell, das Datenvolumen, das von ihnen erzeugt wird, verzeichnet eine enorme Zunahme und die Software zur Analyse der Daten wird immer komplexer. Auf der anderen Seite sollten diese Daten den wachsenden wissenschaftlichen Gemeinschaften zugänglich sein, die immer stärker zusammenarbeiten und interagieren. Das ESCAPE-Projekt bringt Partner aus Astronomie und Teilchenphysik zusammen, um beim Aufbau der EOSC zusammenzuarbeiten. Die ESCAPE-Maßnahmen zielen darauf ab, Lösungen bereitzustellen, um die Integration von Daten, Werkzeugen, Diensten und wissenschaftlicher Software sicherzustellen; gemeinsame Ansätze zur Umsetzung der Verwaltung frei zugänglicher Daten zu fördern; und die Interoperabilität innerhalb der EOSC als integrierte Einrichtung für die Grundlagenforschung zu etablieren.

 

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Suchen Sie nach einem Thema für eine Bachelor-Arbeit? Wir bieten einige aktuelle Themen an. Sie finden Informationen dazu unter Lehre in der Rubrik Examensarbeiten.

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Am 21. Oktober 2017 verstarb in Freiburg Prof. Dr. Franz-Ludwig Deubner. Er war Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Sonnenphysik in Freiburg und Professor für Astronomie an der Universität Würzburg und forschte auf dem Gebiet der experimentellen Sonnenphysik. Seine Leistungen und zahlreichen Beiträge auf diesem Gebiet sind unvergessen.

 

Herr Deubner wurde am 2. Juni 1934 in Berlin geboren. Sein Vater Alex Deubner war Physiker, seine Mutter Louise Deubner (geb. Wegener) Pianistin. Nach dem Abschluss des Humanistischen Gymnasiums studierte Deubner Physik und Mathematik an der Technischen Universität Berlin (1953-1956) und an der Universität Freiburg (1956-1958), wo er 1958 sein Studium mit dem Diplom abschloss. Seine erste Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter hatte er am Freiburger Fraunhofer-Institut (später umbenannt in Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik), wo er einen Vektormagnetografen für das institutseigene Schauinsland-Observatorium baute (1959-1960). Im Jahr 1962 begann K.O. Kiepenheuer mit dem Ausbau der Station auf Capri (Italien), für die Deubner einen neuen Magnetografen entwickelte, der 1966 in dem neuen, kuppellosen Coudé-Refraktor installiert wurde. Nicht nur der Entwurf für dieses architektonisch bemerkenswerte Teleskop stammte von Deubner (in Zusammenarbeit mit seiner Frau), sondern er war auch für die Programmierung des Siemens-Rechners für die Steuerung von Teleskop und Magnetograf verantwortlich, einer Neuheit für die damalige Astronomie. Wesentlicher Bestandteil dieses Magnetografen war der „Doppler-Kompensator“, ein elektromechanischer Steuermechanismus, der die Zentrierung einer Spektrallinie sicherstellte und so die genaue Messung der linearen und zirkularen Polarisation der Linie ermöglichte. Der Winkel der rotierenden Glasplatte dieser Einrichtung eignete sich hervorragend als Maß für die Dopplerverschiebung, und so machte sich Deubner daran, die neu entdeckten Oszillationen der Sonne genauer zu untersuchen. 1969 schloss er seine Promotion mit einer Arbeit über die mit diesem Instrument gewonnenen Daten ab.

 

Sein wahrscheinlich wichtigster Beitrag zur Sonnenphysik war seine zukunftsweisende Publikation im Jahr 1975 (...

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Das Datenarchiv des Infrarot-Spektrografen am GREGOR (GRIS, Collados et al. 2012, AN 333, 872) steht jetzt online. Alle GRIS-Daten bis einschließlich 2016 sind offen zugänglich und stehen jetzt im GRIS-Datenarchiv zur Verfügung. Dieses Archiv enthält über 500 Datensätze aus dem Zeitraum von 2014 bis 2016. Bei den meisten dieser Daten handelt es sich um einfache, im Rasterscan-Verfahren erfasste, spektropolarimetrische Daten in einem Wellenlängenbereich zwischen 1,08 µm und 1,56µm. Einige Messungen erfolgten spektroskopisch und in einer Zeitfolge, die die Entwicklung besonderer Phänomene darstellt. Darüberhinaus wurde auch in anderen Wellenbereichen wie z.B. 2,2 µm beobachtet.

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Seit dem 1. April 2017 hat das Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik (KIS) eine neue Leitung: Prof. Dr. Svetlana Berdyugina, die seit 2008 das Amt der Stellvertretenden Direktorin innehatte, wurde durch den Stiftungsrat des KIS zur neuen Direktorin ernannt.

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Wir trauern um Dr. Joachim Staiger, der am 28. Februar 2017 plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Herr Dr. Staiger studierte Physik an der Universität Freiburg, wo er 1975 das Staatsexamen für den Gymnasialunterricht in Mathematik und Physik ablegte, und zusätzlich im Mai 1978 das Diplom in Physik erwarb. Er gehörte dem damaligen Fraunhofer-Institut (und heutigem Kiepenheuer-Institut) seit 1976 an; seit 1983 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1985 promovierte Herr Staiger an der Universität Freiburg zu dem Thema „Wellenausbreitung in der Sonnenatmosphäre“, betreut von Franz Ludwig Deubner und Wolfgang Mattig. Seit Februar 2016 formell im Ruhestand, war Herr Dr. Staiger bis zuletzt in die Aktivitäten des Instituts intensiv involviert.

Joachim Staiger war Helioseismologe und Instrumentenentwickler. Er begann seine Karriere am Sonnenobservatorium auf Capri, wo er die Ausbreitung der Fünf-Minuten-Oszillationen in den oberen Schichten der Sonnenatmosphäre mithilfe eines von ihm entwickelten Detektors untersuchte. Er wurde früh in den Aufbau des Observatoriums auf Teneriffa, welches das Capri-Observatorium ablöste, eingebunden. Seitdem war er für die Steuerung des Vakuum-Turmteleskops verantwortlich, welche er mit innovativer Inspiration und außergewöhnlich hohem Einsatz auf dem neuesten Stand hielt. Zu seinen Pionierleistungen gehört die Entwicklung und Wartung der Steuerung über das Internet, was ihm erlaubte, bei Problemen von überall und jederzeit helfend einzugreifen. Er kehrte in den vergangenen zehn Jahren zu seinen wissenschaftlichen Ursprüngen zurück und entwickelte mit HELLRIDE ein einzigartiges und begehrtes Instrument zur Untersuchung von Wellen in der Sonnenatmosphäre. Joachim Staiger war für viele Jahre der Vorsitzende des Personalrats des Instituts.

Wir werden Joachim Staiger mit seinem freundlichen und zurückhaltenden Wesen, mit seinem unermüdlichen Einsatz für die Belange des Instituts und seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, sowie mit seiner selbstlosen Hilfsbereitschaft in Erinnerung behalten. Ein guter Geist des Vakuum-Turmteleskops ist von uns gegangen. Wir werden ihn vermissen.

Oskar von der Lühe...

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Die Leibniz-Gemeinschaft hat ihren Leibniz-Auszubildenden-Preis 2016 an den Feinwerksmechaniker Sascha Burkart verliehen. Sascha Burkart (26) absolvierte seine Ausbildung als Feinwerksmechaniker und schloss seine Gesellenprüfung als Kammerbester ab. Nominierbar waren Auszubildende an Leibniz-Einrichtungen, die ihre Abschlüsse im Ausbildungsjahr 2015/2016 mit hervorragende Noten beendet haben.

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Am 19. November 2015 besuchte Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, das Kiepenheuer-Institut. Er wurde begleitet von der Wissenschaftliche Referentin Dr. Karin Effertz.

Die Delegation führte Gespräche mit Vorstand, Führungskräften und NachwuchswissenschaftlerInnen.

Themen des Besuchs waren die Bedeutung der Sonnenphysik für Wissenschaft und Gesellschaft, Perspektiven für junge WissenschaftlerInnen in Deutschland sowie die räumliche Unterbringung des Instituts. Prof. Kleiner wies darauf hin, dass es seine Rolle in der Leibniz-Gemeinschaft sei, den Instituten zu helfen, ihre Ziele zu erreichen.

 

 

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The 3rd SOLARNET / 7th HELAS / SpaceInn international conference "The Sun, the stars, and Solar-stellar relations" will take place in Freiburg (Germany) between 31 August - 4 September 2015, organized by the Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik (KIS). SOLARNET (High-resolution Solar Physics Network) is an international project promoted by the European Association for Solar Telescopes (EAST) and funded by the European Commission FP7. HELAS is the European Helio- and Asteroseismology Network, which aims at coordinating the activities of the research groups active in helio-and asteroseismology. The purpose of this conference is to discuss the latest questions and results in solar and stellar physics. Solar and stellar seismology will be one particular focus but contributions on all aspects of solar-stellar relations will be welcome. We aim to establish links and synergies between the day- and night-time fields of astrophysics. In detail the following topics will be addressed in individual sessions as showed in the Scientific Program. Furthermore new and upcoming projects and missions shall be presented. Graduate students and early-career postdocs are particularly invited to participate in the conference to present their research work and to meet and discuss with their more senior colleagues. A limited amount of financial resources shall be available to grant travel support. Contact: mroth(at)leibniz-kis.de...

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