Die Konfiguration des Magnetfeldes in Sonnenflecken

Die linke Hälfte zeigt Sonnenfleck NOAA 10933 aufgenommen am 9. Januar 2007 mit Hinode. Die rechte Hälfte zeigt NOAA 12049 aufgenommen am 3. Mai 2014 mit GRIS. In rot sind Regionen dargestellt in denen das Magnetfeld nahe der Oberfläche seine Polarität ändert. In blau sind Gebiete dargestellt in denen das Magnetfeld seine Polarität in höheren Atmosphärenschichten ändert. Die Konturen markieren die Penumbra und der Pfeil zeigt in Richtung des Zentrums der Sonnenscheibe.

Die genaue Bestimmung der Konfiguration des Magnetfeldes ist wichtig um die verschiedenen Strukturen eines Sonnenflecks zu verstehen. Innerhalb der Umbra, des dunklen Zentrums, steht das Feld senkrecht zur Oberfläche. In der Penumbra, der Region mit den dünnen radialen Filamenten, ist es eher parallel zur Oberfläche. Ein Teil des Magnetfeldes setzt sich weiter fort in höhere Regionen, während ein Teil in die Sonne zurückkehrt. Im linken Teil des Bildes zeigen wir Beobachtungen einer Penumbra mit dem Hinode-Satelliten. Gebiete, in denen das Magnetfeld unter die Oberfläche zurückkehrt, sind farbig gekennzeichnet. In roten Regionen ändert das Magnetfeld nahe der Oberfläche seine Orientierung, wohingegen dies in blauen Regionen in großer Höhe der Fall ist. Der rechte Teil des Bildes zeigt eine Messung mit dem neuen GREGOR Infrarot Spektrograph (GRIS) am Observatorio del Teide auf Teneriffa. Die Menge der roten und blauen Regionen ist viel geringer als in den Hinode Daten. Die Erforschung des Grundes für diesen starken Unterschied ist Teil aktueller Studien am KIS.

 

Referenzen:
Franz, M., Bethge, C., Collados, M. et. al. 2016 Astronomy and Astrophysics, (submitted)
Collados, M., López, R., Páez, E., et al. 2012, Astronomische Nachrichten, 333, 872