Bild des Monats

Anfang November 2017 wurde die Tragestruktur für das Visible Tunable Filter (VTF) in das große Labor in der Jacob-Burckhardt-Straße 1 (JB1) eingebaut. Aufgabe der komplexen Stahlkonstruktion ist es, die optischen Komponenten des VTF aufzunehmen. Die Tragestruktur erstreckt sich im Labor über 2 Etagen, sie ist insgesamt 5 m hoch mit einem Gesamtgewicht von rund 2 Tonnen. Nach der Fertigstellung des VTF in Freiburg wird das Instrument wieder demontiert, verpackt, und an das Daniel K. Inouye Solar Telescope (DKIST) auf der Hawaii-Insel Maui transportiert.

 

Weiterlesen

In Filmen der Sonnengranulation sieht man häufig helle Granulen, die rapide expandieren und größer werden als eine durchschnittliche Granule.

 

Weiterlesen

Das weltweit größte jemals gebaute Fabry-Perot Interferometer (FPI) wird in den kommenden Monaten am Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik aufgebaut und getestet werden. Zu den wichtigsten Komponenten gehören zwei Platten aus hochreinem Quarzglas, die jeweils auf einer Seite mit einer hoch reflektierenden Schicht versehen sind. Die beschichtete Fläche hat einen Durchmesser von 28 cm. Die Ebenheit der Fläche liegt im Mittel bei sagenhaften 0.000 000 001 Metern über die gesamte Fläche - das ist so, als hätte der Titisee im Schwarzwald nur Wellen, die kleiner sind als 5 Mikrometer (1/10 eines Haares). Die Rauigkeit der beschichteten Fläche im Kleinen ist nochmals um einen Faktor 10 besser und entspricht der Größe einzelner Atome.

Weiterlesen

Vor wenigen Wochen hat das KIS das Flight Model der Bildstabilisierungseinheit für den Photospheric and Helioseismic Imager (PHI) der Solar Orbiter Mission abgeliefert. Dies war ein wichtiger Meilenstein in diesem Projekt und zugleich das erste weltraumtaugliche Gerät, das am KIS entwickelt, gebaut und getestet wurde. Inzwischen wurde das PHI Instrument nach umfangreichen Tests und Kalibrationen inklusive der Bildstabilisierungseinheit an die ESA zur Integration auf den Satelliten ausgeliefert.

 

Weiterlesen

Die Adaptive Optik (AO) ist eine Technologie, mit deren Hilfe Bildunschärfen ausgeglichen werden können. Moderne bodengebundene Sonnenteleskope sind mit dieser Technologie ausgestattet, um die durch Turbulenzen in der Erdatmosphäre entstehenden Unschärfen auszugleichen. Die AO besteht aus einem deformierbaren Spiegel, der durch schnelle Verformung Bildunschärfen in Echtzeit korrigiert.

Weiterlesen

The solar atmosphere shows a wide variety of wave phenomena. Among them are the bouyancy-driven internal gravity waves (IGWs) - a phenomenon common in the terrestrial atmosphere and oceans. We use realistic numerical simulations to study how these waves emanate from the solar surface and propagate through an unmagnetized or a magnetized atmosphere.

Weiterlesen

Die Energie aus dem Sonneninneren wird zur Oberfläche hin durch Konvektion transportiert. Betrachtet man die unterste Schicht der Sonnenatmosphäre mit einem hochauflösenden Sonnenteleskop erkennt man die granulare Struktur der heiß aufströmenden Gasblasen. Mit Hilfe spektroskopischer Beobachtungen mit dem Vakuum Turm Teleskop (VTT) auf Teneriffa konnten WissenschaftlerInnen am Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik erstmalig die großskalige Bewegung dieser konvektiven Strömung anhand von hochpräzisen Geschwindigkeitsmessungen in der Photosphäre systematisch erfassen. Ermöglicht wurden die Messungen durch das wissenschaftliche Instrument LARS (Laser Absolute Reference Spectrograph), das einen hochmodernen Laserfrequenzkamm als Kalibrationsquelle für das Sonnenspektrum verwendet.

Weiterlesen

Der 11-Jahres-Zyklus der Sonne beeinflusst sehr viele beobachtbare Größen der Sonne. Auch die Frequenzen in welchen die Sonne schwingt, sowie die Amplituden dieser Schwingungen, ändern sich geringfügig, aber messbar, im Laufe eines Sonnenzyklus. Die Schwingungen der Sonne kann man sich als stehende Schallwellen im Inneren der Sonne vorstellen. Auch für sie, wie für Schallwellen hier auf der Erde, ist der Druck im Medium, in welchem die Schallwelle sich ausbreitet, die entscheidende Größe. Deshalb werden diese Schwingungen auch p Moden (p für pressure - Druck) genannt. Die Änderungen der Eigenschaften der p Moden über den Sonnenzyklus sind bedingt durch eine zeitlich variierende Stärke des Magnetfeldes in unterschiedlichen Tiefen im Sonneninnern.

Weiterlesen

Mit dem Sonnenteleskop GREGOR lassen sich Magnetfelder und Strömungen auf der Sonne mit bisher unerreichter Genauigkeit messen. Erste Ergebnisse liegen jetzt vor.

Die Sonne bietet zu Zeiten starker magnetischer Aktivität ein imposantes Schauspiel aus heftigen Eruptionen, veränderlichen Sonnenflecken und starken Magnetfeldern. Es gibt aber auch Zeiten, da erscheint die Sonnenoberfläche geradezu langweilig, mit einem fast regelmäßigen Muster von sogenannten Granulen überzogen. In diesen 'ruhigen' Gebieten findet sich ebenfalls Magnetfeld, allerdings sehr schwach ausgeprägt und daher schwierig zu messen. Forscher des Kiepenheuer-Instituts für Sonnenphysik nutzten das im Jahr 2012 eingeweihte Sonnenteleskop GREGOR, um Sonnenflecken und deren fein ziselierte Strukturierung mit bisher unerreichter Genauigkeit zu untersuchen.

Diesen und weiteren ersten GREGOR-Ergebnissen widmet die Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics heute eine Sonderausgabe mit insgesamt neun Artikeln.

Weiterlesen

0,000 000 000 5 Meter (= 0,5 Nanometer = 0,5 nm), so genau passen die beiden Platten aus Quarzglas zusammen. Über eine kreisrunde Fläche von 25 cm Durchmesser beträgt der Abstandsfehler der beiden Platten nur soviel wie der Abstand zweier benachbarter Atome im Silizium-Kristall. Die beiden Glasplatte werden in einem Abstand von 0,5 mm montiert und werden für das Fabry-Perot-Interferometer des VTF verwendet.

Weiterlesen