Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik

Das KIS betreibt Grundlagenforschung in der Astronomie und Astrophysik mit besonderem Schwerpunkt in der Sonnenphysik und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Wir betreiben federführend die Sonnenteleskope im Observatorio del Teide auf Teneriffa, sowie das alte Sonnenobservatorium auf dem Schauinsland bei Freiburg. Ebenso bieten wir Lehrveranstaltungen an der Universität Freiburg und bilden wissenschaftlichen Nachwuchs aus.

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Anfang November 2017 wurde die Tragestruktur für das Visible Tunable Filter (VTF) in das große Labor in der Jacob-Burckhardt-Straße 1 (JB1) eingebaut. Aufgabe der komplexen Stahlkonstruktion ist es, die optischen Komponenten des VTF aufzunehmen. Die Tragestruktur erstreckt sich im Labor über 2 Etagen, sie ist insgesamt 5 m hoch mit einem Gesamtgewicht von rund 2 Tonnen. Nach der Fertigstellung des VTF in Freiburg wird das Instrument wieder demontiert, verpackt, und an das Daniel K. Inouye Solar Telescope (DKIST) auf der Hawaii-Insel Maui transportiert.

 

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Neuigkeiten

Am 21. Oktober 2017 verstarb in Freiburg Prof. Dr. Franz-Ludwig Deubner. Er war Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Sonnenphysik in Freiburg und Professor für Astronomie an der Universität Würzburg und forschte auf dem Gebiet der experimentellen Sonnenphysik. Seine Leistungen und zahlreichen Beiträge auf diesem Gebiet sind unvergessen.

 

Herr Deubner wurde am 2. Juni 1934 in Berlin geboren. Sein Vater Alex Deubner war Physiker, seine Mutter Louise Deubner (geb. Wegener) Pianistin. Nach dem Abschluss des Humanistischen Gymnasiums studierte Deubner Physik und Mathematik an der Technischen Universität Berlin (1953-1956) und an der Universität Freiburg (1956-1958), wo er 1958 sein Studium mit dem Diplom abschloss. Seine erste Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter hatte er am Freiburger Fraunhofer-Institut (später umbenannt in Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik), wo er einen Vektormagnetografen für das institutseigene Schauinsland-Observatorium baute (1959-1960). Im Jahr 1962 begann K.O. Kiepenheuer mit dem Ausbau der Station auf Capri (Italien), für die Deubner einen neuen Magnetografen entwickelte, der 1966 in dem neuen, kuppellosen Coudé-Refraktor installiert wurde. Nicht nur der Entwurf für dieses architektonisch bemerkenswerte Teleskop stammte von Deubner (in Zusammenarbeit mit seiner Frau), sondern er war auch für die Programmierung des Siemens-Rechners für die Steuerung von Teleskop und Magnetograf verantwortlich, einer Neuheit für die damalige Astronomie. Wesentlicher Bestandteil dieses Magnetografen war der „Doppler-Kompensator“, ein elektromechanischer Steuermechanismus, der die Zentrierung einer Spektrallinie sicherstellte und so die genaue Messung der linearen und zirkularen Polarisation der Linie ermöglichte. Der Winkel der rotierenden Glasplatte dieser Einrichtung eignete sich hervorragend als Maß für die Dopplerverschiebung, und so machte sich Deubner daran, die neu entdeckten Oszillationen der Sonne genauer zu untersuchen. 1969 schloss er seine Promotion mit einer Arbeit über die mit diesem Instrument gewonnenen Daten ab.

 

Sein wahrscheinlich wichtigster Beitrag zur Sonnenphysik war seine zukunftsweisende Publikation im Jahr 1975 (...

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