Untersuchung von Geschwindigkeit und Magnetfeld in der Penumbra eines Sonnenflecks

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich einen Protosonnenfleck untersucht, um zu studieren, welche Plasmaströme vor der Bildung von Penumbra sichtbar sind, und wie sich verschiedene polarimetrische Parameter vor und während der Bildung verändern.

Ich habe herausgefunden, dass entlang eines absinkenden magnetischen Loops ein Counter-Evershed-Flow zur Umbra hinfließt, der allerdings sehr plötzlich zu verschwinden scheint. Die Magnetfelder, die diesen Fluss beherbergen, scheinen mit der Zeit horizontaler und schwächer zu werden. Später scheinen sich starke, vertikale Magnetfelder aus der Umbra unter die horizontalen Felder zu mischen, um die Spine-Intraspine-Struktur zu bilden. Zudem habe ich Hinweise auf andere Loops gefunden, die keinen Counter-Evershed-Flow tragen, sondern Plasma mit sich in die Höhe reißen, das dann durch Gravitation in die Sonne zurückfällt. Anders als bei den Loops mit Counter-Evershed-Flow, scheint dies jedoch die Bildung von Penumbra zu unterbinden.