Beobachtungen der Sonnenoberfläche mit hoher Winkelauflösung

Mit zunehmender Größe der Apertur eines Teleskops steigt auch die theoretisch mögliche Auflösung der Beobachtung. Dies führt dazu, dass kleinere Strukturen und Phänomene beobachtet werden können, welche bisher unentdeckt blieben. Mithilfe des GREGOR-Teleskops können nun Aufnahmen gemacht werden, die in dieser Qualität bisher nicht möglich waren.
Im Rahmen der Doktorarbeit wird Sebastian Hoch Beobachtungen der Chromosphäre erstellen, die in ihrer räumlichen und zeitlichen Auflösung die technischen Möglichkeiten des Teleskops an die Grenzen bringt. Der Broad Band Imager wird für diese Zwecke mit einer neuen CCD-Kamera ausgerüstet, welche Bildraten von bis zu 100 Bildern pro Sekunde bei einer Detektorfläche von 2560 x 2160 Pixeln ermöglicht. Diese hohe Bildrate wird benötigt, um Speckle Rekonstruktionen mit einer Kadenz von wenigen Sekunden zu erstellen. Die so erstellten Rekonstruktionen können benutzt werden, um die Dynamik der Chromosphäre zu erforschen.

Die Doktorarbeit wird von Prof. Dr. Oskar von der Lühe betreut.